Ratten und Mäuse sind Meister im Verstecken. Sie schleichen sich durch winzige Ritzen, nisten sich in dunklen Ecken ein und hinterlassen dabei oft nur subtile Spuren.
Doch genau diese Spuren können dir verraten, ob Problem vorliegt.
- Verdächtige Geräusche: Ein Kratzen in den Wänden oder Decken? Das könnten Ratten sein, die sich ein gemütliches Zuhause einrichten.
- Kotspuren: Kleine, dunkle Kothäufchen entlang von Wänden oder in der Nähe von Futterquellen sind ein sicheres Zeichen.
- Nage Spuren: Egal, ob Kabel, Möbel oder Lebensmittelverpackungen
- Geruch: Ein muffiger, ammoniakhaltiger Geruch kann auf ein Nest hinweisen.
- Gänge und Löcher: Frische Erdlöcher im Garten

Äußere Merkmale der Hausratte
Die Hausratte, auch als Schiffsratte bekannt, hat eine Körperlänge von ca. 16-24 cm und einen längeren Schwanz, der bis zu 28 cm erreichen kann. Ihr Fell variiert von schwarz bis zu einem dunklen braun, wobei der Bauch oft heller gefärbt ist. Diese Merkmale ermöglichen es ihr, sich effektiv in ihrem Umfeld zu bewegen und zu verstecken.
Bevorzugte Lebensräume der Hausratte
Hausratten sind ausgezeichnete Kletterer und fühlen sich in der Höhe sicherer vor Fressfeinden. Sie bevorzugen höhere Orte wie Dachböden oder Zwischendecken als Lebensraum. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, in menschlichen Siedlungen zu überleben, wo sie ausreichend Nahrung und Unterschlupf finden.
Nahrung der Hausratte
Hausratten sind Allesfresser und können eine Vielzahl von Nahrungsmitteln zu sich nehmen. Ihre Ernährung umfasst typischerweise Körner, Früchte, Gemüse, Fleisch, Insekten und sogar Abfälle oder Essensreste. Sie sind opportunistische Fresser und passen sich an ihre Umgebung an, indem sie das fressen, was verfügbar ist.

Die Wanderratte zeichnet sich durch eine Körperlänge von etwa 20 bis 25 Zentimetern und einen Schwanz von ähnlicher Länge aus. Ihr Fell variiert von grau-braun bis dunkelbraun.
Natürliche Habitate und Vorlieben
Als Kulturfolger bevorzugen Wanderratten menschliche Siedlungen, Abfallbereiche und Kläranlagen als Lebensraum. Sie besiedeln tiefer gelegene Orte mit Nestanlagen unter Gebüschen, Garagen oder Gartenhäuschen und gerne auch die Kanalisation, da sie sich dort vor Gefahren und extremen Witterungsbedingungen schützen können. Wanderratten sind die weltweit in städtischen Gebieten am häufigsten vorkommende Schädlinge der Klasse Nager.
Nahrung der Wanderratte
Die Nahrungsquellen der Wanderratten gleichen denen der Hausratten und werden ergänzt durch Müll, Lebensmittelreste und Tierkadaver. Wanderratten suchen immer nach möglichst leichtem Zugang zu Nahrungsquellen und den finden sie in sehr einfach in menschlichen Siedlungen.
Bekämpfung
Die Hausratte gehört, wie die Wanderratte, zu den Gesundheitsschädlingen und ist daher nach Infektionsschutzgesetz zu bekämpfen. Darüber hinaus tritt sie als Vorrats- und Materialschädling in Erscheinung. Ihre außerordentliche Köderscheu sowie die Eigenheiten ihrer Lebens- und Ernährungsweise machen die erfolgreiche Bekämpfung der Hausratte selbst für einen Fachbetrieb zu einer großen Herausforderung. Als geeignete Ködergrundlage sollte das Material dienen, welches auch vor Ort von den Ratten als Nahrung angenommen wird. Als Ersatzköder werden Früchte oder gekochte Kartoffeln gerne angenommen. Gifttränken sind meistens wirkungslos, da sie kaum angenommen werden. Als Wirkstoff finden Antikoagulantien der 3. Generation Anwendung, die bereits nach einmaliger Aufnahme wirken. Wichtig ist eine gründliche Vorköderung mit unbegifteten Ködermaterial sowie das Aufstellen der Köderstationen entlang der Laufwege der Ratten, wobei der bevorzugte Aufenthalt der Tiere im Gebälk (Dachbodenbereich) und dem geringen Aktionsradius Rechnung getragen werden muss.
Eine solche Maßnahme sollte vom professioneller Hand durchgeführt werden, damit keine Haustiere, Menschen oder andere Nützlinge zu Schaden kommen.
